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Handchirurgie

Morbus Dupuytren:

Die Diagnose Morbus Dupuytren wird häufig vom Hausarzt oder Orthopäden gestellt. Das Krankheitsbild beinhaltet eine Strangbildung an der Handinnenfläche, meistens den Ringfinger und den Kleinfinger betreffend, die zur Fingerfehlstellung führt. Die Operation wird unter Lupenvergrößerung durchgeführt und zielt darauf ab, die Strangbildungen zu entfernen und die volle Fingerstreckung zu erreichen. Der Eingriff kann in Armbetäubung/ Plexusanästhesie ambulant durchgeführt werden. Nach der Operation hält die Betäubung circa 4-6 Stunden an, die weitere Schmerztherapie erfolgt medikamentös über 2-3 Tage. In der Regel wird die Hand mittels einer Unterarmschiene für 7-10 Tage ruhig gestellt. Abhängig von der Tätigkeit kann die Arbeitsunfähigkeit bis zu 3 Wochen dauern.

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Carpaltunnelsyndrom:

Die Symptome sind Einschlafen des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers, vorwiegend nachts treten "Kribbelparästhesien" auf. Die klinische Diagnose stellt häufig der Hausarzt oder Orthopäde durch Beklopfen der Handgelenksinnenseite, das heißt "Auslösen der Kribbelparästhesien" im medizinischen Sprachgebrauch auch bezeichnet als "positives Hoffmann-Tinel-Zeichen". Die Diagnose wird vom Neurologen bestätigt, in dem die Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus bestimmt wird. Der Normwert darf bis 3,5 ms liegen, eindeutig krankhafte Werte liegen oberhalb 5 ms. Die Operation zielt darauf ab, die Verengung des Carpaltunnels, das ist der Raum durch den der Nervus medianus zur Handinnenfläche zieht, zu beseitigen. Dies wird unter Lupenvergrößerung operiert, insbesondere deshalb weil ein kleiner Nervenast, der den Daumenmuskelballen versorgt, in der Abzweigungshöhe variiert und sorgfältig geschont werden muss. Weitere Ziele der Operation sind zum einen den Nerven von Verwachsungen zu lösen und zum anderen Gelenkshautwucherungen zu entfernen. Der Zugang ist ein 3 bis 4 cm langer Hautschnitt an der Handinnenseite. Die Nachbehandlung entspricht der oben erwähnten.

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Sulcus Nervus ulnaris Syndrom:

Die Symptomatik äußert sich in "Einschlafen" der Ring- und Kleinfinger. Die neurologische Untersuchung beinhaltet die Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus ulnaris. Die Operationsmethodik beinhaltet in Analogie zum Karpaltunnelsyndrom die Lösung des Nervus ulnaris aus Verwachsungen und die Verlagerung des Nerven Richtung Ellenbeuge. Der Zugang ist ein 3,5 bis 4 cm langer Hautschnitt am Ellenbogenfortsatz. Die Nachbehandlung entspricht der oben erwähnten, außer im Bezug darauf, dass eine Oberarmgipsschiene zur Ruhigstellung angelegt wird.

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Epikondylitis radialis - Tennisellenbogen:

Die schmerzhafte Streckung des Handgelenks mit maximalen Druckschmerz über dem Strecksehnenansatz am Ellenbogen ist für die Diagnose ausschlaggebend. Meist tritt nach konservativer Behandlung durch "Spritzen - Bandage - Gipsruhigstellung" eine vorübergehende Besserung ein. In vielen Fällen wird sogar die medikamentöse Schmerztherapie eingeleitet oder auch die Akupunktur angewandt. Letztendlich ist die Schmerzschwelle subjektiv. Die Operation beinhaltet eine gezielte Lösung des Strecksehnenansatzes und der Durchtrennung der schmerzauslösenden Knochenhautnerven. Der Zugang ist ein 4 cm langer Hautschnitt über der Speiche. Die Nachbehandlung entspricht der oben erwähnten, d.h. Ruhigstellung mit Oberarmgipsschiene.

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Epikondylitis ulnaris - Golferellenbogen:

Die schmerzhafte Beugung des Handgelenks mit maximalen Druckschmerz über den Beugesehnenansatz. Ansonsten gilt für den Behandlungsablauf in Analogie das gleiche wie für den Tennisellenbogen.

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Tendovaginitis stenosans - Sehnenscheidenentzündung:

Eine schmerzhafte Gleitbehinderung der Sehnen des Daumens wird als Tendovaginitis stenosans de Quervain bezeichnet. Auch hier werden durch konservative Behandlungsmethoden vorübergehende Besserungen erzielt. Letztendlich ist die Schmerzschwelle subjektiv. Die Operation beinhaltet die gezielte Durchtrennung des verengten Strecksehnenfaches. Die Betäubung kann durch Lokalanästhesie erfolgen. Der Operationszugang ist ein 3 cm langer Hautschnitt über dem Strecksehnenfach. Eine Ruhigstellung ist nicht erforderlich. Eine Krankschreibung ist abhängig vom Tätigkeitsbereich und beläuft sich unter Berücksichtigung normaler Umstände auf ca. 7 Tage.

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Digitus saltans - Schnellender Finger:

Schmerzhaftes Schnapp-Phänomen bei Beugung des Fingers beruhend auf einer angeborenen Verengung des 1. Ringbandes, das gelegentlich beim Kleinkind im Daumenbereich auftritt und zu Wachstumsstörungen führen kann. Häufiger entstehen im Erwachsenenalter degenerative Veränderungen, die ebenfalls zu einem schnellenden Finger führen. Die Operation ist ein 2 cm langer Hautschnitt in der Beugefalte mit Spaltung des Ringbandes. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung erfolgen. Eine Ruhigstellung ist hier ebenfalls nicht erforderlich.

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Strecksehnenabriss - Volleyballfinger:

Das Fingerendgelenk kann aktiv nicht mehr gestreckt werden, meist geht dem ein Unfall als Ursache voraus, z.B. Ballsport. Die Diagnose wird in der Regel vom Hausarzt oder Orthopäden gestellt. Die Indikation zur Schienenruhigstellung ist abhängig vom Röntgenbefund und von den Tätigkeitsanforderungen des Patienten. Die Operation beinhaltet die Naht der durchtrennten Strecksehne, zur Ruhigstellung wird ein kleiner Pin durch das Endgelenk gelegt. Der Hautschnitt liegt z-förmig über dem Fingerendgelenk. Die Nachbehandlung erfolgt über 6 Wochen, solange braucht die Sehne um vollständig zusammenzuwachsen. Die Arbeitsunfähigkeit ist hier abhängig vom Beruf und kann nicht festgelegt werden.

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Radiusfraktur - Speichenbruch:

In der Regel erfolgt beim Speichenbruch als Erstmaßnahme eine Ruhigstellung des Unterarmes durch Gips. Die Fehlstellung kann aber erneut auftreten, dies ist insbesondere bei älteren Patienten mit Osteoporose und bei Mehrfragmentfrakturen der Fall. Abhängig von der Frakturform, d.h. durch Feststellen, ob eine Gelenksbeteiligung vorliegt und wie viele Fragmente (Knochensplitter) vorhanden sind, muss die Entscheidung sorgfältig erwogen werden, welche Therapiemaßnahmen eine erneute Fehlstellung verhindern können. Prinzipiell kann die Gipsbehandlung auch Schaden zufügen, da eine Fehlstellung übersehen werden kann oder Schmerzen im Gips bereits eine andere Erkrankung den "Morbus Sudeck" auslösen können. Die Operation zielt darauf ab, die Fehlstellung zu beseitigen. Zur Anwendung kommt die Pin-Stabilisierung oder die Platten/Schrauben-Stabilisierung. Die Operation wird bei der Pin-Osteosynthese mit 3 kleinen 0,5cm langen Hautschnitten und bei der Plattenosteosynthese über einen 6 cm langen Hautschnitt durchgeführt. Die Gipsbehandlung kann dadurch erheblich verkürzt werden, in bestimmten Fällen ist sie dann nicht mehr erforderlich. Der Vorteil einer Operation ist somit eine frühzeitige Beübung des Handgelenkes, was bei der reinen Gipsbehandlung nicht möglich ist. Die Metallentfernung wird bei der Pin-Osteosynthese nach 6 Wochen in Lokalanästhesie durchgeführt, bei der Plattenosteosynthese sollte das Metall nach 1 Jahr wieder entfernt werden.

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Scaphoidfraktur - Kahnbeinfraktur:

Das Kahnbein ist ein wesentlicher Bestandteil des Handgelenkes. Die Beweglichkeit ist bei einer frischen Fraktur deutlich eingeschränkt und schmerzhaft.Die Röntgenaufnahmen zeigen bei einer akuten Verletzung oft keinen eindeutigen Frakturspalt; daher werden Scaphoidfrakturen häufig übersehen. Die Diagnose kann erst bei einer erneuten Aufnahme nach ca. 10 Tagen festgestellt werden, da sich dann der Frakturspalt durch Resorprtionsvorgänge abzeichnet. Die konservative Behandlung beinhaltet eine Ruhigstellung zwischen 6-12 Wochen im Oberarmgips. Diese lange Ruhigstellung kann jedoch keine definitive Knochenheilung gewährleisten. Ein Kahnbeinbruch, der nach 12 Monaten noch im Röntgenbild erkennbar ist, wird dann als Kahnbein-Pseudarthrose bezeichnet. Die Kahnbein-Pseudarthrose mündet in einer schmerzhaften Bewegungsunfähigkeit, schlimmstenfalls kann das Handgelenk einsteifen. Daher ist es plausibel, dass alle Maßnahmen hier vorrangig sind, welche die Knochenabheilung bewirken. Insbesondere Schrägfrakturen mit hoher Mobilität und Querfrakturen im mittleren Drittel sind hinsichtlich der Frakturheilung gefährdet. Die Operation wird bei frischen Frakturen durch Zug-Schrauben-Osteosynthese durchgeführt. Hierbei wird ein ca. 4 cm langer Hautschnitt über der Kahnbeinregion angelegt. Bei Kahnbein- Pseudarthrosen muss zusätzlich ein Knochenstück "Spongiosa-Implantat" mit eingebracht werden. Die Dauer der Ruhigstellung kann durch die stabilisierende Operation auf ca. 4 Wochen erheblich reduziert werden. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit kann nicht pauschalisiert werden, da die Tätigkeit des Patienten mitberücksichtigt werden muss.

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