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Hernienchirurgie
Die Operationen der Hernienchirurgie
werden ambulant bei uns durchgeführt, wobei folgende
offeneTechniken indikationsabhängig zur Anwendung kommen:
Shouldice/Fasziendopplung
Lichtenstein/ Netzeinlage onlay-Technik
modifiziertenBassini/Netzeinlage sublay Technik
Alexandre/ Netzeinlage sublay Technik
Plug and Mesh Technik
Die Operation wird in Vollnarkose erfolgen, da für
die benannten OP-Techniken der Patient "ruhig"
liegen sollte. Der Hautschnitt liegt in der entsprechenden
Region zwischen 5 bis 7 cm. Die Indikation für das
entsprechende OP-Verfahren wird im Aufklärungsgespräch
besprochen. Maßgeblich für die Implantation von
alloplastischem Material - teilresorbierbar oder nicht resorbierbar
hängt von multiplen Faktoren ab wie z.B.:
Bindegewebsschwäche / Alter des Patienten
Belastbarkeit / Leistungssport und Beruf
Rezidiveingriff / Voroperatione
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Leistenhernie - Leistenbruch:
Die Diagnose "Leistenhernie"
erfolgt in erster Linie aufgrund der klinischen Untersuchung
des "Tastbefundes". Der sogenannte "Provokationstest"
beinhaltet die Untersuchung im Stehen bei gleichzeitgem
"Husten" des Patient. Auch sehr kleine Brüche
können durch den Tastbefund festgestellt werden, mit
unter sind diese "sonographisch" nicht nachweisbar,
da bei der Sonographie grundsätzlich die Untersuchung
im Liegen erfolgt. Ein größerer Leistenbruch
macht sich häufig durch eine spontane Vorwölbung
in der Leistenregion bemerkbar - der Patient bemerkt eine
"Vorwölbung". Diese Vorwölbung verschwindet
meist im Liegen, sofern der Bruch noch nicht eingeklemmt
ist. Bei "Einklemmung" treten starke Schmerzen
auf, die mitunter auch wieder spontan verschwinden können,
nämlich wenn der "Bruchinhalt"= Darm/Bauchfett
wieder in den Bauchraum zurückfindet. Generell haben
Männer häufiger einen Leistenbruch als Frauen,
das hängt mit der Anatomie der Leistenregion zusammen.
Prinzipiell gibt es an Operationsmöglichkeiten das
offene Verfahren oder das endoskopische Verfahren.
Die Operation zielt darauf ab, die Bruchlücke zu verschließen
(Operation nach Shouldice) oder mit einem Netz zu
verstärken (Operation nach Lichtenstein oder modifizierter
Bassini oder endoskopische Netzeinlage in der Methodik TEP=totale
extraperitoneale Technik oder TAPP=transabdominale präperitoneale
Technik). Die Wahl der Operationsmethode hängt
von multiplen Faktoren ab. Das Prinzip der Reparation lautet
jedoch einen "Spannungsfreien Verschluß"
zu erzielen. Die Implantation von einem Netz ist nach heutiger
Auffassung bei Patienten mit "Rezidivhernien"
Methode der Wahl. Grundsätzlich spielen im Einzelfall
auch noch andere Faktoren wie z. B. Beruf und Sport eine
Rolle. Der Vorteil des Netzes liegt in der relativ frühen
vollen Belastbarkeit, konkret nach ca 14 Tagen leichtes
Lauftraining/Fahrradfahren/ Schwimmen etc. möglich.
Aber auch das Netz muß "Einheilen" und von
körpereigenem Bindegewebe durchbaut werden, so ist
die Phase der vollen Reparation bei ca. 2-3 Monaten zu sehen.
Generell ist die Netzimplantation sorgfältigst zu erwägen,
da Fremdmaterial eingebracht wird. Der Anteil des Fremdmaterials
beträgt bei den heute zur Verfügung stehenden
Implantaten zwischen 30-50%. Nichtresobierbare Netze werden
immer seltner implantatiert, unter anderem weil "Fremdkörperreaktionen"
des Körpers auftreten können, die bis zur "Netzabstossung"
führen können.
Für die Nachbehandlung entscheidend ist, dass mit Kraftsport,
Bauchmuskeltraining und Anheben schwerer Lasten erst nach
2 - 3 Monaten begonnen werden darf, damit keine Spannung
in der Nahtregion entsteht. Laufsport sowie Fahrradfahren
können im Normalfall in der Regel nach 14 Tagen begonnen
werden.
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Nabelhernie/Epigastrische
Hernie - Nabelbruch:
Die Diagnose "Nabelhernie" wird
häufig im Kindesalter gestellt und meist auch dann
schon operiert. Bei Erwachsenen treten Nabelhernien selten
auf, häufiger ist die sogenannte "Epigastrische
Hernie", die oberhalb des Nabels liegt. Spontane permanente
Vorwölbungen sind eher selten, meist zeigt sich so
eine Vorwölbung beim Husten oder Pressen. Schmerzen
sind immer ein Warnsignal und sollten sehr ernst genommen
werden, da die Gefahr der "Einklemmung" besteht.
Die Operation zielt darauf ab, die Bruchlücke zu verschließen,
auch hier gibt es unterschiedliche Operationsverfahren,
die im Einzelfall erörtert werden müssen. Die
Nachbehandlung entspricht der für "Leistenhernien".
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Narbenhernie - Narbenbruch:
Die Narbenhernie ist eine Bruchlücke
in der Bauchdecke, die nach einer anderen Voroperation auftritt.
Hier ist es möglicherweise aufgrund einer Bindegewebsschwäche
oder einer Wundheilungsstörung zu diesem Problem gekommen.
Patienten mit Lungenerkrankungen wie z. B. Asthma bronchiale
haben ein höheres Risiko eine Narbenhernie zu bekommen.
Die Operation zielt darauf ab, den Bruchlückenverschluss
möglichst spannungsfrei zu bewerkstelligen. Oft ist
hier eine "Kunstnetzeinlage" erforderlich.
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Schenkelhernie - Schenkelbruch:
Die Diagnose "Schenkelhernie"
kommt häufiger bei Frauen vor. Wie der Name schon sagt
handelt es sich hier um einen anderen Hernientyp, dessen
Durchtrittsstelle im Bereich der Gefäßstrukturen
liegt, die das Bein versorgen. Die Symptomatik ist sehr
variabel, die "Schmerzregion" kann die Leistengegend
einbeziehen oder auch die Schamlippenregion. Die klinische
Untersuchung ist hier ausschlaggebend - im Einzelfall wird
jedoch eine weitere Diagnostik erforderlich sein, um andere
Erkrankungen auszuschließen. Die Operation zielt darauf
ab die Bruchlücke zu verschließen, auch hier
gibt es unterschiedliche Operationsmethoden, die im Einzelfall
erörtert werden müssen. Die Nachbehandlung entspricht
der für "Leistenhernien".
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Rezidivhernie:
Die sogenannte "Rezidivhernie"
bezeichnet eine vorausgegangene, erfolglose Hernien-Verschlussoperation.
Die unterschiedlichen Operationsverfahren haben bekannte
"Rezidivraten" - daher sollte das Operationsverfahren
ausführlich besprochen werden.
Als weitere Faktoren, die für die Rezidivrate eine
Rolle spielen, seien genannt:
1. Lungenerkrankungen (Asthma, COPD, Raucher etc.)
2. Übergewicht
3. Wundheilungsstörungen/Infektionen
4. Vorzeitige Belastung (Nachbehandlungsrichtlinien)
5. Bindegewebsschwäche
6. Alter
Die Operation einer "Rezidivhernie" hat andere Risiken.
Verwachsungen im OP-Gebiet sind häufig ein Problem,
und es erfordert viel Geduld, die relevante Anatomie frei
zu präparieren. Die Entscheidung, ob ein Kunstnetz
eingebaut werden muss, wird letztendlich intraoperativ gefällt.
Im Einzelfall ist es jedoch nicht immer nötig! Die
Nachbehandlung entspricht der für "Leistenhernien".
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